Samstag, 21 October 2017

Typische gefertigte Werkzeuge

Bei den Feißtschen Werkzeugprodukten handelte es sich um Eisengeräte, die meistens mit einem Holzstiel versehen wurden, d.h., der eiserne Teil des Werkzeugs musste durch eine schmiedeeiserne Umfassung mit dem einen Ende des Holzstiels fest verbunden bzw. „eingehaust“ werden. Entsprechend bezeichnet der Werkzeugschmied diese Einfassung des Holzstiels als „Haus“.

Stockhaue.Stockhaue.Werkzeuge für den Acker- und Weinbau

z.B.: Hauen (Hacken):

Wie bei anderen Gebrauchsgegenständen gab es verschiedene Ausführungen des gleichen Werkzeugtyps in Form, Größe, Beschaffenheit und für spezifische Nutzungsanforderungen, die wegen ihrer unterschiedlichen Anwendungsarten und Ausführungsqualitäten untereinander differierten, andererseits wieder nach regionalen Gestaltungsgewohnheiten unterschiedlich waren.

Hauptsächlich für den Einsatz beim Unkrauthacken und Bodenauflockern in den Reben wurden die Opfinger Hauen für den Tuniberg, die Ebringer Hauen für das Markgräflerland und die Kaiserstühler Hauen für den Kaiserstuhl verwendet. Sie unterscheiden sich in der Gestaltung der des Hauses (Stieleinfassung) und des Hauenblattes. Die Kaiserstühler Haue hat ein recht breites Blatt und ein einfaches Haus, das aus einer Ausstanzung mit einer umgebogenen Lasche besteht.         Die große Stock- und Stickhaue mit gelochtem „Haus“ war die einfachste und billigste Ausführung der Stockhauen. Die etwas aufwendigere Herstellungsweise für das gebördelte Haus der Ebringer Stockhaue war die Voraussetzung für eine relativ gute Stielfassung, so dass diese Haue für mittelschwere Arbeiten eingesetzt werden konnte. Die schwere Stockhaue mit dem Rundhaus ermöglichte eine optimale Stielfassung und war somit für besonders schwere Arbeiten wie z.B. das Einrammen (Sticken) von Rebpfählen geeignet.

 

Schrotaxt zum HolzfällenSchrotaxt zum Holzfällen

Steinhauerwerkzeuge -Zweispitz-Steinhauerwerkzeuge -Zweispitz-

 

Forstwerkzeuge

 Äxte / Beile, Karste usw. wurden in einer Vielzahl von Größen und Formen für die unterschiedlichsten Arbeitsaufgaben in der Forstwirtschaft hergestellt.

 Bau- / Steinhauerwerkzeuge    Aber auch Werkzeuge für den Straßen-/ und Wegebau bildeten einen Großteil der Produktpalette der Werkzeugschmiede.

 

 

Die Hammerschmiede im Muckental

Auf der Kenzinger Talseite, dem Muckental, findet sich im Kellergeschoß des Gasthauses "Zur Hammerschmiede" eine der letzten gut erhaltenen Hammerschmieden des Schwarzwaldgebietes. Sie ist zugleich jüngste und derzeit einzige noch kontinuierlich betriebene Wasserkraftanlage im Bleichtal.

Im Jahr 1867 vom damaligen Muckenmüller Joseph Wehrte errichtet, sollte sie seinem Sohn Rudolf als künftige Existenzgrundlage dienen. Er hatte den Beruf des Hammerschmieds erlernt und da in der Umgebung ein ständiger Bedarf an einfachen land- und forstwirtschaftlichen Geräten und Steinbruchwerkzeugen bestand, lässt sich diese Entscheidung leicht nachvollziehen. Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=DgtOEqosM_U

Der Waldläufer in der Schmiede

Andy der Waldläufer zu Besuch in der Hammerschmiede.

 Quelle:https://youtu.be/7JwJUQd7Re8

 

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