Mittwoch, 22 November 2017

Etwas Geschichte

Zusammengefasst im Jahre 2016 in Vorbereitung auf das Jubiläum der Schmiedezunft Landkreis Emmendingen und der Zunftschmiede im Muckental im Jahre 2017 von Wolfgang Vossler.

 

Eisen und Schmied

Geschichte und Entwicklung eines Handwerks

Ein Schmied taugt wohl zur Friedenszeit

Er taugt auch wohl zu Krieg und Streit

Er dient dem Herren und dem Knecht

Kein Mensch ist in der Welt so schlecht.

 

1.Mose 4 Vers 22: „Zilla aber gebar auch, nämlich den Tubal-Kain. Von dem sind hergekommen alle Erz- und Eisenschmiede.“

Es bleibt nun dem geneigten Leser überlassen, auf welches Zeitalter er die Frühzeit der Eisen-bearbeitung ansetzt.

Gesichert scheint (bis wohl wieder neuere Funde oder neue Techniken zur Altersdatierung entwickelt werden), dass zwischen 4000 und 3000 v.Chr. die Bronze als Legierung das Kupfer ablöste. Vorteile: Niedriger Schmelzpunkt und höhere Festigkeit. Diese Technik entwickelte sich mit großem zeitlichen Abstand zu Europa in Ägypten und Mesopotamien. Um 1500 v.Chr. nahm dann doch Mitteleuropa den 1. Rang in der Bronzeherstellung ein, vor allem dank reichlicher Zinn- und Kupferfunde im heu-tigen Tschechien und in Cornwall. Allein in Armorika, in der Bretagne, fanden sich 25.000 Bronzeäxte.

Im vorderen Orient begann der Siegeszug des Eisens. Verhüttet wurde das Erz in Schmelzöfen aus Lehm. Einfache Blasebälge erzeugten die nötige Luft. Die in den Öfen erzeugte „Luppe“ musste durch Glühen und Hämmern gereinigt und in schmiedbares Eisen umgewandelt werden.

Doch über die Gewinnung und den Gebrauch vom Eisen gehen die zeitlichen Datierungen weit auseinander: Einig ist man sich nur darin, dass das Volk der Hethiter in der heutigen Türkei darin führend war, größere Mengen an Eisen herzustellen. Die Ursprünge werden dort auf eine Zeit um 3800 v.Chr. datiert und erste Funde in Mitteleuropa, Griechenland und Kreta erst 1000 Jahre später . Andere Quellen legen sich auf 1500 v.Chr. in Kleinasien und ab 900 v.Chr. in Mitteleuropa fest.

Für China scheint die Erfindung des „Stahles“ auf 2000 v.Chr. belegt.

Die Eisenherstellung war komplizierter als die Technik des Bronzegusses, aber vorteilhaft waren in unserem Gebiet reichhaltige Erzlagerstätten.

Wichtig war nicht so sehr der Sieg des Eisenschwertes über den Bronzeschild, sondern die Herstellung von Werkzeugen, welche den Schiffsbau und den Ackerbau revolutionierten. Fehlendes metallurgischen Fachwissen wurde durch Erfahrung ausgeglichen.

Bedingt durch eine Invasion von Reitervölkern aus dem heutigen Südrussland traten die Kelten in die Geschichte West-, Süd- und Mitteleuropas ein. Mit ihnen kam der leichte zweirädrige Kampfwagen, neues Pferdegeschirr und das lange Eisenschwert.

Sie kannten auch die Sense, die Sichel und den Radpflug. Im 3. Jahrhundert v.Chr. werden vom Griechen Philon die keltischen Schwerter beschrieben:

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Wolfgang der Chef

 

Der Bewahrer des Gaudium und der Theatralik. Stimmgewaltig und großherzig sieht er sich als der Vermittler zwischen dem Alten und dem Neuen. 

Lied der Schmiede

Ein Lied genau nach dem Geschmack des Chefs!

 Quelle:https://www.youtube.com/watch?v=bEoi5B61HJQ

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