Donnerstag, 17 August 2017

Ein wahrer Meister seines Fachs

Wie ich zur Zunft kam?

Ende 1985 hatte ich vor der Hdwk. Frankfurt die Meisterprüfungabgelegt. 1986 gründete ich dann eine Kunstschmiede in Waldkirch. Gefördert hat mich damals Adelbert Becherer Schmiedemeister aus Waldkirch, der mir mit kollegialer Hilfe Obdach in seiner weiträumigen Werkstatt angeboten hatte. Seine überaus selbstlose Hilfestellung war existentiell wichtig für mich. Adelbert hat mir dann auch nahegelegt der Schmiedeinnung beizutreten. Es war für mich damals etwas Besonderes in den Kreis von ausschließlich nur selbständigen, gestandenen Meistern in die Innung aufgenommen zu werden. Da wir alle in unterschiedlichen Sparten der Metallbearbeitung tätig waren, erhielt ich Einblicke in verschiedenste unternehmerische wie auch organisatorische Abläufe.
Viele sind zu Vertrauten geworden, aber ausnahmslos allen gilt mein besonderer Respekt vor sehr eindrucksvollen Lebensleistungen. Alle Arbeiten bis ins hohe Alter, jeder nach seinen Möglichkeiten, oft mit hoher sozialer Kompetenz für das Gemeinwohl. Chapeau

    Meinrad Wehrle   Innungsmitglied seit März 1989

 

Ein Urgestein der Schmiedezunft

Wie ging es weiter mit den Schmieden?

Günther Wolfsperger ist ein Urgestein in unserer Schmiedezunft. Ein Vertreter der alten Generation von Schmieden, die den Wandel des Handwerks miterlebt haben. Auch heute noch ist er emisg dabei den Fortbestand des Handwerks und die Überlieferung der Tradionen zu unterstützen. Anlässlich einer Umfrage hat er einen Brief geschrieben in dem er viele seiner Ideen und auch Erinnerungen niedergeschrieben hat.

 Hier ein Auszug aus seinem hochinteressanten Brief:
...Es erinnert mich an die Zeit nach dem 2. Weltkrieg. Es war die Zeit unserer Lehre. Immer mehr verstummte der Klang vom Ambos. Die alten Arbeiten (Beschläge, Hufbeschlag, Werkzeuge für die Waldarbeiter usw.) wurden immer weniger. Für unsere Mutter war oft kein Geld da, um einkaufen zu gehen. Also auf zu neuen Ufern. So sind wir auch in die Arbeiten der Schlosser eingebrochen.

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Ein Jungschmied, mittleren Alters

Paul A. Warum ich schmiede?

Geneigter Leser, als man mich frage ob ich als „Jungschmied „ zu dieser Festzeitschrift etwas beitragen möchte war ich doch sehr überrascht. Sein Anliegen an mich,war etwas zu meinen Motiven zuschreiben, warum ich mich für das Schmieden interessiere und dieses lernen möchte. Zuerst möchte ich den Begriff „Jungschmied“ etwas richtig stellen. Mit jenseits der fünfzig bin ich wahrlich nicht mehr jung, aber meine Handfertigkeiten und Kenntnisse zum Schmieden, sind noch jung und weiter ausbaufähig.

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Ein junger Altmeister berichtet

Frank B. - Warum ich schmiede?  

Es gleicht einer fast unglaublichen Geschichte, umso mehr muss sie abgefasst werden. Zu meiner Zeit, als ich die Schule beendete, hatte ich große Lust, ja sehr große Lust ein Handwerk zu erlernen. Dabei war ich als Seelbacher durchaus mit dem SCHMIEDEHANDWERK von der alten Geroldsecker Waffenschmiede vertraut. Ich weiß aber heute nicht mehr ob es der ausschlaggebende Grund gewesen war, dennoch ich wollte damals den Beruf des Schmieds erlernen. Auf dem Arbeitsamt, für uns Jungschmiede noch eine geläufiger Begriff, wurde dem jungen Herrn Bartmann erläutert, dass es diesen Beruf zumindest in der Umgebung von Lahr nicht mehr zu erlernen gibt. Man offenbarte mir der Beruf des Schlossers sei weit umfangreicher und interessant, aber der Junge Eifer in mir wehrte den Gedanken ab. Ein wenig enttäuscht musst ich nun neue Pläne SCHMIEDEN, und fing an die Unternehmen in der Nähe zu beäugen und so wurde ich Schreiner.

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Einer den es nicht mehr loslässt, seit Jahren

Harald K. - Warum ich schmiede?

Die zweite Berufsausbildung war Schuld. Soweit ich mich erinnern kann wollte ich mit Holz arbeiten. Was lag da näher als Schreiner zu werden? Und so ist es gekommen, ich wurde Schreiner und am Ende der Ausbildung bin ich schwer verunglückt. Alles stand auf dem Spiel und auf der Strecke geblieben war mein Beruf. Den Schreiner konnte ich zu dem Zeitpunkt nicht mehr auszuüben und begann mir Gedanken zu machen wie mein weiteres Berufsleben aussehen könnte. So startete ich die Ochsentour des zweiten Bildungswegs und wurde ein Schüler in der zweijährigen Berufsfachschule Metall. Zu meinem Glück traf ich dort auf meinen Lehrer und Mentor Wolfgang Voßler.

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gegründet 1995

 

 

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